Kommunalpolitik in Dieburg - CDU kritisiert AfD und plant Neubau der Alfred-Delp-Schule!
Kevin Joshua Fischer
Scharfe Worte zur Bundespolitik und klare Haltung zur AfD
Am Dienstag, den 3. März 2026, wurde das Pater-Delp-Haus in der Steinstraße 5 in Dieburg zum Treffpunkt für die Politik. Die CDU Dieburg hatte für 19 Uhr zu einem Kommunalwahlgespräch eingeladen, prominent besetzt mit Staatsminister Manfred Pentz und Vize-Landrat Lutz Köhler. Ebenfalls eingeladen war Ministerpräsident a. D. Volker Bouffier, er musste jedoch kurzfristig aufgrund einer Herzoperation absagen; für ihn sprang sein Sohn, der Bundestagsabgeordnete Frederik Bouffier, ein.
Der Abend stand im Zeichen des Austauschs: Kommunalpolitik vor Ort, überregionale Entwicklungen und aktuelle politische Herausforderungen wurden den Gästen nähergebracht. Unter anderem sprach Frederik Bouffier über die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten. Er betonte die gefährliche Situation der Zivilisten im Iran, die seit Jahren vom Mullah-Regime unterdrückt werden, und kritisierte die teils verwirrende Haltung linker Kräfte in Deutschland gegenüber dem Regime und der Hetze gegen Israel.
Die Wirtschaft bezeichnete Bouffier als einen der wichtigsten Pfeiler einer gesunden und blühenden Gesellschaft: „Nur dann, wenn jeder einzelne den Eindruck hat und persönlich spürt, dass es ihm wirtschaftlich besser geht, ist man weniger empfänglich für Radikale.“
Bouffier erwähnte auch die TikTok Auftritte der Linken Politikerin Heidi Reicheneck, die durch ihre Social-Media-Auftritte bei jungen Menschen sehr beliebt ist, warnte jedoch vor einer Rückkehr zum Sozialismus. Er selbst habe das frühere sozialistische Regime nicht erlebt, berichtete aber von weißen Kreuzen entlang des Spreebogens, zur Erinnerung an Menschen, die aus dem real existierenden Sozialismus fliehen wollten. Zwischen 1961 und 1989 sind etwa 140 Menschen beim Überqueren der Berliner Mauer ums Leben gekommen. „Wer zurück in den Sozialismus will, der darf in Deutschland keine Verantwortung übernehmen“, so Bouffier.
Bouffier ging auch hart mit der AfD ins Gericht. Er stellte die Rentenforderungen der Partei in Frage: Ein Rentenniveau von 70 % würde jährlich rund 100 Milliarden Euro kosten, ohne dass die Partei Lösungsvorschläge für die Finanzierung habe. Zudem kritisierte er die Strukturen innerhalb der AfD, unter anderem eine Vorsitzende, die nicht in Deutschland lebt, und einen Spitzenpolitiker aus Baden-Württemberg, der laut Geheimdiensten vollständig unter der Kontrolle Russlands stehen soll. „Diese Partei hat keine inhaltliche Vorstellung, sie macht unser Land schlecht, sie ist charakterlos, stillos und keine Patrioten. Es sind „Vaterlandsverräter“, so Bouffier.
Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Kommunalwahl betonte Bouffier die Bedeutung des Engagements vor Ort Kommunalpolitik sei oft anstrengend, aber eine unverzichtbare Verantwortung, die das gesellschaftliche Leben stärke.
Bildung als Standortfrage: Neue Alfred-Delp-Schule für 50 Millionen Euro
Vize-Landrat Lutz Köhler legte den Fokus auf lokale Politik, insbesondere Bildung und deren Zusammenhang mit Wirtschaftswachstum. „Die Rahmenbedingungen für gute schulische Leistungen und Lehren schaffen wir in der Kommunalpolitik“, erklärte er. Köhler lobte die Erfolge im Bildungsbereich: In fünf Jahren habe die CDU 341 Millionen Euro für Bildung ausgegeben – mehr als die Grünen-Schuldezernenten von 2006 bis 2021 zusammen. Geplant seien unter anderem der Erweiterungsbau der Landrat-Gruber-Schule ab Dezember 2026 in Holz- und Modulbauweise sowie der Neubau der Alfred-Delp-Schule auf der grünen Wiese vor Kaufland. Dort, wo die heutige Schule steht, solle die Goetheschule Dieburg neu errichtet werden. Für die neue Alfred-Delp-Schule seien 50 Millionen Euro vorgesehen, die Eröffnung ist für Sommer 2029 geplant.
Zum Abschluss ehrten Pentz und Köhler Vertreter der CDU Dieburg mit der Alfred-Dregger-Medaille. Die Auszeichnung erhielt Dr. Harald Schöning für sein 20-jähriges Engagement als Stadtverordnetenvorsteher. Pentz betonte, die Ehrung solle jenen gelten, die sich besonders für Gesellschaft, Vereinslandschaft und Partei verdient gemacht haben. Pentz zog ein positives Resümee: „Es war ein erfolgreicher und schöner Abend, der überraschend verlief, da Ministerpräsident a. D. Volker Bouffier kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Sein Sohn hat die Vertretung übernommen, und die Veranstaltung war insgesamt rund und motivierend.
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